Einkommensrunde öffentlicher Dienst der Länder

Die TdL weiß nur, was sie nicht will

„Wieder kein abschlussfähiges Angebot, keine echte Bewegung bei der TdL. Das ist enttäuschend!“, bilanzierte dbb-Chef Volker Geyer die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam.

Potsdam -wie immer-! Diesmal hatten wir die Hoffnung, dass wir in Potsdam voran kommen. Wie sagt man, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und dann leider die gleiche Laier wie immer. Ulrich Stock Landesvorsitzender der DVG und des dbb sachsen-anhalt: „Leider ist das Personal für die Finanzminister weiterhin nur eine Kostenstelle mit zwei Ohren.“ Ein Angebot wurde nicht vorgelegt, nur wage Vorstellungen über einen Tarifabschluss bis ins Jahr 2028, maximal leicht über die Inflation. Fachkräftemangel gibt es bei der TdL nicht. Wie sonst sollte man verstehen, dass unsere Forderungen für die Auszubildenden nicht angenommen werden.

„Wer gehofft hatte, dass sich die TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) fürs neue Jahr etwas vorgenommen hatte, wurde gestern und heute in Potsdam bitter enttäuscht“, bilanzierte
dbb-Verhandlungsführer Volker Geyer mit klaren Worten. „Wir jedenfalls“, so der dbb-Chef weiter, „haben drauf gedrängt, ein abschlussfähiges Angebot zu erhalten, um in der dritten Runde Mitte
Februar tatsächlich einigungsfähig zu sein. Das hat die TdL erkennbar nicht gewollt. Auf diese Weise laufen TdL-Verhandlungsführer Andreas Dressel und seine Mitstreiter Gefahr, die diesjährige Einkommensrunde vor die Wand zu fahren.“ Von daher liegt auch nach dieser Runde kein Angebot vor. Geyer verärgert: „Wir wissen jetzt vor allem, was nicht geht. Wie die TdL konkurrenzfähig bleiben will, wie die TdL die immer drängenderen Personalprobleme in den Griff kriegen will und wie die TdL schließlich verhindern will, dass die guten Leute im Landesdienst nach Alternativen Ausschau halten, darüber wollte sie nicht reden.“